thyssenkrupp nucera wächst unvermindert stark

• Deutlicher Anstieg des Auftragseingangs von thyssenkrupp nucera im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023
• Annähernde Umsatzverdopplung des Elektrolyse-Spezialisten
• Verelffachung des Umsatzes im Bereich Wasserelektrolyse
• EBIT-Anstieg – trotz hoher Aufwendungen zur Umsetzung der Wachstumsstrategie

Dortmund, 28. August 2023 – thyssenkrupp nucera ist auch im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2022/2023 auf Wachstumskurs geblieben. Der Auftragseingang erhöhte sich im dritten Quartal im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 242 Mio. (Vorjahresperiode: 215 Mio.) Euro. Vor allem durch die steigende Nachfrage nach der neuesten Generation der umweltschonenden Lösungen im Bereich der Chlor-Alkali-Elektrolyse von thyssenkrupp nucera verdoppelte sich der Auftragseingang annähernd auf 214 Mio. Euro (Vorjahresperiode: 112 Mio.) Euro.

Im Bereich der alkalischen Wasserelektrolyse für Anwendungen im industriellen Maßstab erreichte der Auftragseingang 28 Mio. Euro. Die Nachfrage nach Fertigungskapazitäten ist weiterhin sehr hoch. Dies zeigt zum Beispiel der Vertragsabschluss mit H2 Green Steel und eine weitere Kapazitätsreservierung im hohen dreistelligen Megawatt-Bereich für ein Projekt in Nordamerika. Für das erste großtechnische grüne Stahlwerk in Europa liefert der Elektrolyse-Spezialist eine der größten Wasserelektrolyse-Anlagen in Europa mit einer installierten Leistung von mehr als 700 MW.

Der im Mai 2023 veröffentlichte Vertragsabschluss mit H2 Green Steel ist im Auftragseingang per Ende Juni allerdings zunächst nur mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag in Euro und damit unter 10 Prozent des vertraglich fest vereinbarten Gesamtvolumens enthalten. Nach Erfüllung weiterer Voraussetzungen wird der verbleibende und deutlich größere Teil des Projekts voraussichtlich in zwei Phasen in den nächsten Quartalen im Auftragseingang erfasst. Die Entwicklung des Auftragseingangs im entsprechenden Vorjahreszeitraum (103 Mio. Euro) war durch den Großauftrag für die Anlage im Hafen von Rotterdam gekennzeichnet.

Kumuliert erreichte der Auftragseingang in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres 2022/2023 rund 535 Mio. Euro und lag damit erwartungsgemäß unter dem Rekordniveau der Vergleichsperiode 2021/2022 (1.218 Mio. Euro), das insbesondere durch das bisher größte grüne Wasserstoffprojekt der Welt im Gigawatt-Leistungsbereich in Saudi-Arabien geprägt war.

Der Umsatz von thyssenkrupp nucera hat sich im dritten Quartal mit 187 Mio. Euro im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode (99 Mio. Euro) fast verdoppelt. Angetrieben wurde das Umsatzwachstum in erster Linie durch die Abwicklung von Großprojekten wie die Gigawatt-Anlage in Saudi-Arabien und die Anlage im Hafen von Rotterdam in den Niederlanden im Bereich der alkalischen Wasserelektrolyse. In diesem Bereich hat sich der Umsatz mit 110 Mio. Euro im Vorjahresvergleich verelffacht (Vorjahresperiode: 10 Mio. Euro) und übertraf erstmals den Umsatzanteil des traditionellen Chlor-Alkali-Geschäfts. Im Chlor-Alkali-Bereich lag der Umsatz mit 77 Mio. Euro unter dem der Vorjahresperiode (89 Mio. Euro) mit einem sehr starken Service-Geschäft.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022/2023 betrug der Umsatz 493 Mio. Euro und überstieg den Umsatz des entsprechenden Vorjahreszeitraums (275 Mio. Euro) um 79 Prozent. Während sich der Umsatz im Bereich Chlor-Alkali mit 254 Mio. (Vorjahresperiode: 250 Mio.) Euro stabil entwickelte, hat sich der Umsatz im Bereich alkalische Wasserelektrolyse auf 240 Mio. Euro annähernd verzehnfacht (Vorjahresperiode: 25 Mio. Euro). Erstmals hat der Wasserelektrolyse-Spezialist beim Umsatz die Marke von 100 Mio. Euro in einem Quartal überschritten.

thyssenkrupp nucera erwirtschaftete im dritten Quartal ein Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern, EBIT) von 7 Mio. Euro nach 4 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Insgesamt hat sich das Betriebsergebnis in den ersten neun Monaten um 77 Prozent auf 20 Mio. (Vorjahresperiode: 11 Mio.) Euro ebenfalls sehr stark erhöht. Wichtigste Treiber des Ergebnisanstiegs sind der deutlich verbesserte Umsatz im Bereich alkalische Wasserelektrolyse und die Verbesserungen beim Neugeschäft im Bereich Chlor-Alkali. Verstärkend kam hinzu, dass gegenüber dem Vorjahr Markenlizenzgebühren entfallen sind und geringere Aufwendungen für die Verselbständigung von thyssenkrupp nucera zur Vorbereitung des Börsengangs anfielen.

Der gestiegene Ergebnisbeitrag aus der Projektabwicklung mit höheren Umsätzen wurde dagegen durch ebenfalls planmäßig erhöhte Struktur- und Entwicklungskosten für die Umsetzung der Wachstumsstrategie teilweise kompensiert und hat das EBIT-Wachstum gedämpft. Beispielsweise stärkt das Unternehmen seine Position im Wachstumsmarkt USA für grünen Wasserstoff durch den Ausbau des Standortes. Außerdem sind mit dem Mitarbeiterausbau zur Vorbereitung und Befriedigung der zunehmenden Nachfrage nach thyssenkrupp nucera-Elektrolyseuren auch die Personalkosten gestiegen. Die EBIT-Marge ist deshalb im dritten Quartal leicht von 4,4 auf 3,7 Prozent zurückgegangen, entwickelte sich aber in den ersten neun Monaten mit 4,1 (Vorperiode: 4,2) Prozent weiterhin stabil.

„Der langfristige Trend hin zum großvolumigen Einsatz des Energieträgers grüner Wasserstoff in der energieintensiven Industrie weltweit ist intakt. Wir sind dafür mit unserer hocheffizienten Wasserelektrolyse-Technologie strategisch schon gut aufgestellt – und arbeiten mit Hochdruck an der weiteren Verbesserung unserer Technologie, der Produktion und dem Ausbau unserer Kapazitäten. Der Erfolg zeigt sich bereits in unserer bisherigen Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr“, sagt Dr. Werner Ponikwar, CEO der thyssenkrupp nucera AG & Co. KGaA.

Höhere Zinserträge führten im dritten Quartal 2022/23 zu einem Finanzergebnis in Höhe von 2 Mio. Euro (Vorjahresperiode: 0 Mio. Euro) und in den ersten neun Monaten von 5 Mio. Euro (Vorjahresperiode: –1 Mio. Euro). Der weltweit führende Technologieanbieter im Bereich Elektrolyse erzielte im dritten Quartal ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 6 Mio. (Vorjahresperiode: 3 Mio. Euro). In den ersten neun Monaten übertraf das Nettoergebnis mit 18 Mio. Euro den entsprechenden Vorjahresperiodenwert (7 Mio. Euro) um 154 Prozent.

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich in den ersten neun Monaten mit 0,18 Euro nach 0,07 Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Wegen des hohen Wachstumstempos von thyssenkrupp nucera ist die Anzahl der Beschäftigten vom September vorigen Jahres bis zum Juni 2023 von 489 auf 628 Personen gestiegen.

thyssenkrupp nucera erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2022/2023 (vorbehaltlich der eingeschränkt verlässlichen Planbarkeit aufgrund der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten) ein weiterhin starkes Umsatzwachstum, angetrieben vor allem von der Ausführung der Kundenaufträge im Bestand. Die Aufwendungen für die notwendigen organisatorischen Maßnahmen, um die mittel- und langfristig sehr stark steigende Nachfrage nach den Wasserelektrolyse-Anlagen für die Herstellung von grünem Wasserstoff im Industriemaßstab zu befriedigen, werden voraussichtlich die EBIT-Marge belasten.

„thyssenkrupp nucera ist gut unterwegs. Mit dem erfreulich hohen Mittelzufluss aus dem Börsengang sind wir für die konsequente und schnelle Umsetzung der nächsten Schritte unserer Wachstumsstrategie gut gerüstet“, sagt Dr. Arno Pfannschmidt, CFO der thyssenkrupp nucera AG & Co. KGaA.

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Finanzinformationen
Die Präsentation und die vollständigen Finanztabellen (Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals) zu den Ergebnissen des dritten Quartals und der ersten neun Monate 2022/2023 sind verfügbar unter:

Finanznachrichten und Publikationen

Telefonkonferenz für Investoren
Im Rahmen der Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals 2022/2023 wird thyssenkrupp nucera am 28. August 2023 von 08:00 bis 09:00 Uhr MESZ eine Telefonkonferenz (in englischer Sprache) für Analysten und Investoren durchführen.

Telefonkonferenz für Medien
Am 28. August 2023 wird thyssenkrupp nucera von 09:30 bis 10:30 Uhr (MESZ) eine Telefonkonferenz (in deutscher Sprache) für Medien abhalten.

Einen Audiomitschnitt finden Sie nach der Konferenz auf unserer IR-Website.

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